D’Blumegschäft z’Hongkong stönd under Druck: Billigeri Konkuränz us Shenzhen, weniger Stammkunde und immer höcheri Mietpriis mached em traditionelle Gwärb z’schaffe. D’Lüt chaufed hüt scho lieber am Fäschtland – und d’Gränze isch so durchlässig wie nie. Was heisst das für d’Zuekunft vom Blumehandel?
Am ene Samstig Morge z’Mongkok, wo d’Blumegass voller Lüüt isch und d’Ständ Farbe stöhn, meint me, es laufi no guet. Aber när luegt me gnauer: D’Ströüss, wo früener füf- bis sibehundert Hongkong-Dollar kostet händ, gönd hüt für nume drü- bis vierhundert Dollar über d’Theke. Das isch mindestens zwänzg Prozänt weniger als im letschte Jahr. D’Verkäufer säged, si heiged kei Wahl: Wenn si nöd d’Priise senked, verlüred si d’Gschäft ganz – a Lüüt, wo nur achzg Kilometer ewäg schaffed, uf der andere Syte vo der Gränze, wo d’Hongkonger hüt so eifach überquere wie en Stross.
„S’Gschäft wird jedes Jahr chliner“, seit en Mitarbäiterin inere Blumegass. „Aber wenn sich das übers Johr uffäuflet, isch’s en grosse Brocke.“ Das isch d’Realität vo der Hongkonger Blumebranche im Jahr 2026. D’Gschäftsinhaber und Analytiker sind sich einig: Das isch es Muster, wo uf alli chlyne, händarbetsintensive Gschäft zuedräffe cha, wo näbe eme riesige, billigere Märt ligged.
Drüzeh Kilometer, en grosse Priis-Underschid
D’Mechanik isch eifach – und grad drum so schwirig z’bekämpfe. Shenzhen sini Blumegrossmärt chaufed ihri Ware us der grosse südchinesische Provinz Yunnan, wo hüt s’meiste vo de Rose, Nägeli und Lilie für ganz Asie produziert wird. Dert chosted d’Blume en Brocke weniger als z’Hongkong. Eifachi Ströüss gits z’Shenzhen für zwöihundert bis vierhundert Renminbi, also öppe 220 bis 440 Hongkong-Dollar. Für die glych Qualität z’Hongkong zahlt me dütlich meh. Bi wichtige Ströüss mit Rose oder Orchidee isch de Underschid no grösser.
Langi Zyt het das nüt gmacht, wil me für en Spaziergang uf Shenzhen en ganze Namittag brucht het: über d’Gränze, uf de Märt, vergliche, d’Blume heitrage, wider mit de Metro hei. Die meiste Lüüt händ das nöd gmacht. Aber das isch hüt anders.
D’Schwiirigkeit isch fasch weggheit
Hüt gits en ganz neui Branche: Lüt, wo uf Instagram und WeChat Wärbig mached für d’Mitnahm vo Blume us Shenzhen. Sie gönd persöönlech über d’Gränze, chaufed d’Ströüss, fotografiared si für d’Bestätigung und bringed si innert Stunde per MTR zu de Höscht. D’Transportchöste liged meistens zwüsched fünfundfüfzig und hundertfüfzäh Hongkong-Dollar. En Liferant, wo d’Zytig verzellt het, säit, d’Blumeliferige sind s’lukrativste Gschäft vo sim Näbenerwerb – won er ursprünglech mit Cheesekuchen aagfange het.
Die Liferant händ kei Hongkonger Blumelizänz, zahled kei Mieti für en Lade – und d’meiste bruched nöd emal en Gschäftslokal. Es längt e WeChat-Account, en Kontakt zue me Shenzhener Grossist und es Paar Schueh für de Wäg über d’Gränze.
E bekannti Retail-Krise
D’Blumeverchäufer sind nöd eläi mit ihrem Problem. Syt Hongkong 2023 wider voll a China aagschlosse isch, gönd Restaurants zu, Chuchigschäft, Friseursalons und Chliilade – eini nach der andere. Das Muster isch so dütlech, dass d’Berater vo Deloitte China vo ere „strukturelle“ Schwankig rede, nöd vo ere zyklische. Das heisst: D’Druck uf d’Gwinne wird nöd eifach verschwinde.
Zwei Sache passiered glychzytig. Einersyts sind d’Chöste z’Hongkong höch – Mieti, Lohn, Import vo frische Ware über e chlyni, nöd landwirtschaftlichi Wirtschaft. Uf der andere Syte macht de Wächselkurs d’Sach no schlimmer: De Hongkong-Dollar isch a de US-Dollar punde, während de Renminbi schwächer isch. Für Hongkonger Lüüt wird alles z’China billiger – und d’Lüüt gönd hüt nüme nume für en Usflug über d’Gränze, sondern für en schnälle Iikauf am Zmittag oder am Samstig Morge. Blume, Cheesekuchen, en Rase – alles chunnt uf die glych Lischte.
Blume sind bsunders verwundbar
Blume sind i däm Spiil bsunders aafällig. Anders es es Zmorge im Restaurant cha me e Struss vorbereite und innert zwei Stunde über d’Gränze bringe – und si isch no frisch. Anders es Kleider oder es Handy bruucht me kei Gr