Züri – Immer meh Schwizer suechet de Wäg, d’Natur mit farbige und duftendi Blüejpflanze ins Eigene d’Heim z’hole. Im Gsatz zu de Aasicht, dass Blüemewächs nur dört usserhalb guet wachset, gits zähigi Artä, wo sich ideal für d’Kultur i Stube eignet. Expertä empfählet en präzise Ufwand bi Licht, Wasser und Luftfüechtigkeit, will nur denn belohnt d’Pflanze iher Pfleg mit monatelangem Farbespiel. Dr Fachtitel stelli di beliebischte Blüejer für d’Wohnig vor und erklährt, wie mär de nechst Blüejzyklus richtig usslöst.
Blüejer Kenne Lerne
Blüejendi Zimmerpflanze unterscheidet sich grundsätzlich vo Iisblättrige Wächs. Für di üppigi Blüet bildig bruucht si nämlich spezifischi Chonditione. Das beinhaltet meh indirekts Läicht, es sehr aachtsams Umgang mit em Wasserzyklus, und bi gwüssne Artä sogar chüeleri Periodä zum Blüej aktiviere. Di Ufmärksamkeit macht sich aber bezahlt, will es lässigs Chlima und Farb-Akzänt i de Wohnig schafft.
Di Zähischte: Favoritäte für d’Stube
Für Aafänger und Profis empfählet sich ei Uszuug vo bsungers robusti und blüehwüdige Pflanze:
- Afrikanischs Vieli (Saintpaulia): Di chliine Stärn blüejed fascht non-stop i violette, pinke oder wiisse Tön. Si liebät hells, indirekts Läicht und kontinuierlichi Fäuchti. Dr Trick isch, die dur ds Untersäss z’wässere, um Blätter z’schone.
- Iispflanze (Spathiphyllum): Di elegante Pflanze verträged au äs bizeli wäniger Läicht und zeiged regelmässig iheri wiissi Hochblätter (Spathe). Wil si bi Durst d’Blätter hange lah, sind si sehr kommunikativ, was d’Wässerig betrifft.
- Orchideä (Phalaenopsis): Obwuhl Orchideä komplex aalegt, sind Schmetterlingsorchideä überraschend iifach z’pflege. Es Läichtplatz bim Oschtfänschter, wöchentlichs Tauche vom Substrat und gueti Luftzirkulation sind ds A und O.
- Flamingoblume (Anthurium): Mit iire glänzige, herzförmige Hochblätter in Rot oder Pink isch dr Anthurium en exotischi Ergänzig. Er bruucht hells, indirekts Läicht und höchi Luftfüechtigkeit (regelmässigs Ispriize).
Dä Komplex Faktor: Läicht, Wasser und Dünger
Läichtverhältnis sind entscheidend. Z’wenig Läicht isch di häufischti Ursach, wieso blüejendi Pflanze nur Blätter produziärät, aber kei Blüetä entwicklet. Südfänschter und Oschtfänschter bietäd meischtens optimali Chonditione (hell, aber non vo de direktä Mittags-Sunnä). Wo d’Sunnä itwird, cha en Zuesatz vo Pflanzeläicht-LEDs wunders wirke.
Bi dr Wässerig isch en gmässigti Art bsunders wichtig. Di meischtä verträged kes Nässi im Untersäss. Es guets Vorgeh isch: gründlich wässere, bis s’Wasser usechunnt, und denn d’oberschti Erdschicht (1–2 cm) vor em nöchschte Wässere durela lah. Lüftsfüechtigkeit isch vorallem im Winter en Uswäichung und cha dur Zämme stelli vo Pflanze oder mit Luftbefeuchter verbessert werde.
Wil Blüejig viel Energie bruucht, isch regeumässigs Düngä (alle zwei Wuche mit em halbe Konzäntrat vom flüssige Dünger) während dr Huptwachstumszyklus unumgänglich. Bi Blüetä-Aasatz isch en Dünger mit höcherem Phosphor-Aate (de mittleri Wärt uf dr N-P-K-Skala) vorteilhaft.
Nach dr Blüetig: De Nächst Zyklus Uschlöse
Mängi Pflanze, wie dr Wienachtskaktus (Schlumbergera) oder gwüssi Orchideartä, bruuched äs Ruhezyklus mit chüeulere Temperatürä (ca. 10–15°C) und reduzierter Wässerig, um en nöi Blüetä-Aasatz z’forme.
Wenn d’Blüetä abgfallet sind, söttet di verwelktä Teil umgehend entfernt wärde (Deadheading). Das leit d’Energie um uf nöi Chnuschtästatt uf Samenbildig. Anschliessend chan en chliine Ruhezyklus (4–8 Wuche ohni Dünger und mit weniger Wasser) de nechst Schwung iileitä.
Wer sich a di grundlegände Aaforderige hält, cha sini Wohnig s’ganz Jahr dur mit lebendigem Farb ufwerte. Afrikanischi Violi und Iispflanze eignät sich bestä für de Iistieg i das faszinierendi Hobby.