Bluemlis Gheimnis: Wie Chrischtblueme d’Bodeschaft vom Evangelium verzelled

Züri, 28. Novämber 2023 – Obwohl s’Wort Chrischtdag i de Bibel nöd explizit erwähnt wird, trage di hütige, symbolträchtige Chrìschtblueme en tüüfi theologischi und historischi Bedüütig. Si sind meh als nume Dekoration. Dur d’Johrhundert händ Ggläubigi spezifisch Pflanze mit de Kernwahrheite vom Advent und de Geburt vo Jesus Christus in Verbindig bracht – Ährezii, s’Opfer, d’Hoffnig und d’Ewigkeit. Di Pflanzezimbilder, wo d’Bibel durzlueged, sind zumene visuelle Bekenntnis worde, wo au hüt no d’Gschicht vo de Inkarnation verzellt.

Symbolik vo de Chrìschtblueme

Di meischte hütige Chrìschtblueme stammed nöd direkt us em Nahe Oschte vo vor 2000 Johr, d’Symbolik isch aber direkt us biblische Metaphere gwunne worde. Mer gsehnd en überzicht vo de wichtigste Bluemebotschafte:

1. D’Wiss Lilie: Ehrikeit und Vertraue

D’Lilie (Matthäus 6:28-29) isch s’zentrale Symbol für Reiniheit und Vertraue i d’Versorgig Gottes. Jesus hät uf d’Lilie verwiset, um sis Jüngerschaft z’lehre, dass mer de Himmlisch Vatter voll und ganz vertraue chan.

  • Chrìschdagsbedüütig: Wäg ihre wiisse Farbi wird d’Lilie traditionell mit de Jungfraue Maria verbunde. In de christliche Kunst stahd si für ihre Gehorsam und ihri Keuschheit, en direkti Erinnerig, dass d’Geburt vo Christus en reini, souveräni Tätiigkeit vo Gott gsi isch.

2. D’Ros: Liäbi, Uferstahdig und Erlääsig

I de prophetische Text (Jesaja 35:1) symbolisiert d’Ros Schönheit, Freud und de Wäg z’Uferstahdig. Wenn d’Wüeschti aafanged, z’blüeje, isch das es Zeeiche, dass d’Erlääsig Gottes ufem Wäg isch.

  • Chrìschdagsbedüütig: D’Ros – oft bekannt als d’Rosi vo Sharon – wird als Vorahnaleg vo Christus gseh, de Rose, wo i de dunkle Ziit ufblüäht. Di roschte Rose symbolisiered s’künftige Opfer uf em Chalvariäberg, während di wiisse für Sini Reiniheit stahnd.

3. De Chrìschdastern (Poinsettia): S’Offer vo de Hömötti

De Chrìschdastern isch en jungi Tradition, wobi d’Symbolik us de mexikanische Folklore stammt. Di roschte Blätter und ihri Stärneform sind aber ufgrund vo de biblische Thematik adoptiert worde.

  • Symbolik: D’rote Farb symbolisiert s’Bluet vo Christus und s’Opfer. D’Gschicht verzellt, wie es armi Chind, wo nume eifachi Krüter z’schenke gha hät, s’Wunder erlebt, dass die zu de glänzende Blueme worde sind. Das lehrt de Wert vo de demüätige Gäbig (Markus 12:41-44).

4. Immergrüeni Pflanze: Ewigs Läbe und Tröi

Immergrüeni wie Tanne, Föhre und Ildefanz sind während de ganze Ziit konstant und verliered ihres Läbe nöd.

  • Chrìschdagsbedüütig: Si stahnd für ewigs Läbe, wo dur Christus mögli worde isch. D’Mensche händ si scho sit Alte Zyte gnutzt, um z’zeige: D’Verspräche vo Gott sind au im geischtliche Winter nöd verbleicht. Grad d’Ildefanz (Stechpalme), wo i de Bibel nöd vorchund, isch dur ihri scharfe Blätter zum Zeeiche für d’Dornenechnone worde, während d’rote Beeri s’Bluet vo de Erlääsig darstellet.

5. Myrre und Wiihrauch: Königtum und Opfer

Obwohl das Härz vo Pflanze isch, understriched di königliche Gschänk d’Rolle vo de Pflanze i de Erlääsigsgchicht (Matthäus 2:11).

  • Bedeutigsgschicht: Wiihrauch symbolisiert d’Anbetig vo de Göttlichkeit vo Jesus, währed Myrre – eso wie es zur Iibalsamierig gnutzt worde isch – Prophetie vo sim Lide und sim Tod isch. D’Gschänk vo de Wyyse zämedassed d’ganz Gschicht vo de Geburt bis zum Gräb.

6. Mandelblueme und Ysop: Wache und Reiniguung

D’Mandelblueme isch eusi Erinnnerig dra, dass Gott uf sini Wärter wacht (Jeremia 1:11-12) und für de neui Aafang stahd, wil si eini vo de erschde Blueme im Früählig isch.

De Ysop (Psalm 51:7) verchüpft d’Wiehnachtsgschicht mit em Buehri und de Erlääsig. Sälbst di chleine Pflanzeteil erinnered, dass de Ysop zur Reiniguung vo de Sünde gnutzt worde isch – de Chrìschtdags-Bäbis isch s’Lamm Gottes, wo d’Sünde vo de Wält wägnimmt.

Visualisierigs-Wunder vo de Gglaubensbotschaft

D’Verbindig vo de Chrìschtblueme mit de Bibel isch en kreative Wäg, um di ewige Wahrheite vo de Inkarnation z’lehre. Si ziäged en verbindendi Linie dur di ganz Heilig Schrift – vo de reine Liäbi vo de Lilie bis zum Opfertod, symbolisiert dur de Chrìschdastern.

Fachlüüt im Beriich vo Liturgie und christlicher Kunst bestätiged, dass di Symbolik hälfd, d’Gschicht vo de Zuesag vo Gott – em neui Läbe und de Ewigkeit – für d’Betrachter besser z’verstiä. Au ohni direkti Erwähnung i de biblische Geburtgschicht, funktioniäred di Pflanze als schwiigendi Zeuge vo de ganze Erlääsigsbodeschaft. S’Evangelium gseht mer also nöd nume i de Gschichte, sondern au i de Blueme.

Floristy