Bern, 15. Mai 2024 – De Muehtertag, wo d’Müetere, Großmüetere und anderi weiblichi Bezugspersone ehrt, isch zwar e global verwurzlete Fiirtag, zeiget aber regional massivi kulturelli Ussprägige. Trotz de wiit verbreitete Terminierig uf de zwöiti Sunntig im Mai, unterscheidet sich d’Aart und Wiis, wie Familie uf de ganz Welt d’Müetere ihri Dankbarkeit zeige, grundsätzlich. Vo formelle Zeremonie in Asie bis zu de historisch prägte Familieträffe in Europa, spieglet de Fiirtag en tüüfe Respekt vor de mütterliche Rolle wider.
Asie: Verwurzelig zwüsche Tradition und Moderne
In Asie verbindet sich de importierti Fiirtag oft mit traditionelle Wertvorstellige wie de Pfläge vo de Plichtgäbigkeit (Pietät).
Japan (母の日, Haha no Hi) stellt de emotionälli Wert über de materielli. Nebst de oft gschänkte Nelke – als Symbol für Reinheit und Liebi – sind sälbergmachti Gschänk und Dankeschriibe zentral. D’Familiä ziähnt sich zämme zum Ässe, woni de Respekt vor de Müetter gfeitert wird.
Südkorea häd de Muehtertag mit em Vätertäg zämme gleit (8. Mai) zum Elteretäg. Do spiilt de Konfuzianismus, wo de Ehrbiit vode Eltere zuedenkt, e wichtigi Rolle. Schuel- und Huusaktivitäte, wiä Gsangsuführie oder Gedichtvorträg, betone d’Wichtigkiit vo ehrgeizige Gfühlä.
I de Volksrepublik China isch de Fiirtag sit de 1980er-Jahr dur globali Iiflüss populär worde. Do gits neui Sitte wiä Blüemä, Gschänk oder Ässe uf Social Media, wo sich mit de traditionelle Hochachtigsstruktur vermische. Ähnlich in Indie und de Philippine, wo primär in de städtische Zentere Blüemä und Gschänk gschänkt wärde, und de Fokus stark uf de häärzhaftä Dankbarkeitä lit.
Europa: Historischi Wurzlä und Gfelligi Geste
In Europa häd de Muehtertag oft historischi bzw. kirchlichi Wurzle, wo sich mit de modernä Familietraditionä vermischet.
Grossbritannie fiiret no immer de Mothering Sunday (Muehtersuntig) am viertä Sunntig vo de Faschta. Ursprünglich isch das ä Tag vo de Rückkehr i d’Hauptkire gsi. Hüt überwiegt d’Familietröff mit Charte, Blüemä, Gschänk und süesse Sache, woni Schulaktivitäte de Fokus uf sälbergmachti Sache lege.
De französischi Fête des Mères (zwöiti Sunntig im Mai), wo afangs de 20. Johrhundert entstandä isch, betone d’persönlichi, individualisierti Ussag vo Dankbarkeit. Handgmachti Gschänk, Blüemä, Schoggi und ässbarä Gschänk wärde hoch gschätzt.
Italie (Festa della Mamma) und Dütschland (Muttertag) fiired traditionell mit üppige Familieässä. Italiäner schänke oft Rosa und Nelke, währed in Düütschland oft Zmorge ans Bett oder sälbergmachti Sache beliebt sind. Sälli Ländere betoniit de Wärt vo de Gmeinschaft und de gselligi Zit.
Nordischi und osteuropäischi Usprägige
- Skandinavischi Länder (Schwede, Norwege, Dänemark): De Muehtertag isch eher intim und liäbsvär gfiired. Chlii gschänk, Blüemä oder Bäckereie wärdä gschänkt.
- Osteuropa (Pole, Tschechie, Ungarn): Do verbindet sich de Fiirtag mit de Sekularisiirig und de historische Iiflüss. Zuesätzlich zu Blüemä und Süessigkeite, spiilt de Vortrag vo Gedicht und Gsäng e wichtigäs Element in de Schuele.
Dankbarkeitskultur im Wandel
De Muehtertag, trotz sinere globalä Verbreitig, isch en tüüfe kulturelle Uussagspunk, wo d’Wärt vo de jewiilige Gsellschaft abbildet. In Asie isch de Muehtertag oft en Akt vo Ehrfürchtigkiit und Tradition, währed in Europa d’persönlichi Verbundeheit und d’Gselligkeit zenträal sind.
Global gseh, isch de Muehtertag e wärtvolli Erinnerig, d’mütterlichi Liebi und de wiitdräichendi Iifluss vo de Müetere uf d’Gmeinschaft z’ehre. Ob dur s’Schenke vo üppige Blüemestrauss, sälbergmachti Charte, en gmeinsame Ässä oder en Äkt vo de zuekünftige Verwaltig: Im Zentrum stoht d’Wärtschätzung vom familiäre Band.
Zuesätzlichi Ressource: De Muehtertag isch öpä s’drittmeischt fiired Fiirtag uf de Welt und isch wirtschaftlich vo höchster Relevanz für de Bluemähandl (Quelle: International Retail Association).*